Fachliche Stellungnahme

Laminatfußböden – Bodenbeläge mit gutem Ökoprofil Laminatfußböden sind hochwertige Bodenbeläge, mit denen sich Innenräume dekorativ gestalten lassen. Sie sind leicht zu verlegen, lange haltbar, strapazierfähig und pflegeleicht und haben ein gutes Preis-Leistungsverhältnis.

Laminatfußböden werden industriell gefertigt. Je nach zu erwartender Nutzung gibt es verschiedene Beanspruchungsklassen. Die Böden bestehen überwiegend aus dem Naturstoff Holz und haben viele vorteilhafte Merkmale. Außer ihren positiven
Gebrauchseigenschaften haben Laminatfußböden ein ökologisches Profil, welches
sie als gesundheitsverträgliche und umweltfreundliche Produkte ausweist.

Die folgenden Ausführungen sollen diese Eigenschaften in kurzer und verständlicher Form verdeutlichen. Sie beruhen auf den langjährigen wissenschaftlichen und gutachtlichen Erfahrungen des Autors im Fraunhofer-Institut für Holzforschung mit diesen Bodenmaterialien.


Zusammensetzung: Ein umweltfreundliches Produkt aus Holz


Trägermaterial für Laminatfußböden sind hochdichte Holzfaserplatten (HDF).
Sie bestehen zu rund 90 % aus Holzfasern und zu etwa 10 % aus einem
umweltverträglichen Leimharz.
Die raumseitige Beschichtung der HDF-Platten besteht in der Regel aus mehreren Lagen hochwertiger Papiere, die mit einem transparenten Melaminharz imprägniert sind. Rückseitig befindet sich ein sogenanntes Gegenzugpapier.
Laminatfußböden bestehen also in erster Linie aus Fasern des nachwachsenden Rohstoffes Holz und zu untergeordneten Anteilen aus synthetischen Harzen.
Die Fertigung erfolgt in modernen, den Erfordernissen des Emissions- und Umweltschutzes unterliegenden Produktionsanlagen, die vielfach einen eigenen Energie- und Wärmekreislauf haben.
Die günstigen Ökobilanz-Daten von Holzwerkstoffen lassen sich damit grundsätzlich
auf Laminatfußböden übertragen.
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Das zur Imprägnierung der Beschichtungspapiere eingesetzte Melaminharz ist
wasserbasiert, also frei von organischen Lösemitteln und ergibt nach Aushärtung
eine gegen Chemikalien, Wasser, organische Lösemittel, Licht und Temperatur
äußerst beständige Oberfläche.
Die raumseitige Beschichtung enthält auch das Dekorpapier, welches die Vielfalt an attraktiven Gestaltungsideen überhaupt erst möglich macht. Der Druck der Dekore erfolgt zeitgemäß ohne gesundheitsschädliche Farbstoffe und Pigmente.
Der oberen Schicht des hochwertigen Imprägnierharzes wird als zusätzlicher Verschleißschutz ein natürlicher Mineralstoff (»Korund«) zugesetzt. Unterseitig gibt es bei Bedarf auch eine Trittschalldämmung. Alle Bestandteile von Laminatfußböden werden ohne Zusatz von Pestiziden, chlororganischen Verbindungen und schädlichen
Schwermetallen hergestellt. Die Beschichtungen sind zudem frei von Weichmachern.
Laminatfußböden sind langlebige und strapazierfähige Produkte.
Wenn man sie austauschen oder erneuern möchte, dann lassen sich diese Bodenbeläge mit den heute üblichen Klickverbindungen leicht wieder aufnehmen.
Die Böden können problemlos als Sperrmüll entsorgt und einem stofflichen oder thermischen Recycling zugeführt werden.
Gebrauchte Laminatfußböden sind somit kein teuer zu entsorgender »Sondermüll«.

Emissionen: Geruchsfrei und sehr schadstoffarm


Laminatfußböden sind nahezu geruchsfrei und sehr emissionsarm.
Die Ursachen liegen sowohl in der Zusammensetzung als auch in der Herstellung. In aktuellen  Untersuchungen des Fraunhofer-Institutes wurde nachgewiesen, dass organische Stoffe von diesen Bodenbelägen nur in zu vernachlässigenden Mengen abgegeben werden.
Dieses Ergebnis ist nicht überraschend, denn die Herstellung erfolgt ohne
organische Lösemittel. Lediglich flüchtige Holzinhaltsstoffe sind gelegentlich in Spuren nachweisbar, aber auch diese verschwinden nach kurzer Zeit.
Die unter dem Laminatfußboden verlegten Unterlagsmaterialien sind ebenfalls emissionsarm und haben bei üblicher Verlegung ohnehin keine Bedeutung für die Raumluft.
Eine weitere bekannte Luftverunreinigung ist Formaldehyd. Dieser Stoff ist zwar im
Melaminharz enthalten, wird aber bei der Aushärtung irreversibel in die Harzstruktur
eingebunden. Die nachträgliche Formaldehyd-Abgabe von Laminatfußböden bewegt
sich daher weit unterhalb der gesetzlichen Grenze. Zahlreiche Messungen moderner
Laminatfußböden zeigten Emissionswerte, die der Formaldehydabgabe
naturbelassenen Holzes entsprechen. Laminatfußböden tragen damit nicht oder nur
in zu vernachlässigender Weise zur Verunreinigung der Innenraumluft mit Geruchsund
Schadstoffen bei. Sie nehmen selbst keinen dieser Stoffe auf.

Hygiene: Gut zu reinigen und für Allergiker geeignet


Laminatfußböden werden – wie bereits dargestellt – ohne Pestizide, chlororganische
Verbindungen und schädliche Schwermetalle hergestellt. Mit diesen Schadstoffen
kann der Nutzer erst gar nicht in Kontakt kommen. Die strapazierfähigen
Bodenbeläge lassen sich hervorragend reinigen. Ob durch Fegen, Staubsaugen
oder nebelfeuchtes Wischen: Haus- und Straßenschmutz lässt sich schnell und
vollständig von der glatten Oberfläche entfernen. So können diese Fußböden
hervorragend sauber und in einem hygienisch einwandfreien Zustand gehalten
werden.
Darüber hinaus bieten die geschlossenen Oberflächen Hausstaubmilben und
anderen allergieverursachenden Mikroorganismen keine geeigneten Wachstumsund
Vermehrungsbedingungen, so dass diese Bodenbeläge in Verbindung mit ihren
guten Pflege- und Reinigungseigenschaften für Allergiker besonders gut geeignet
sind.

Fazit: Laminatfußböden sind ökologisch hochwertig


Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass Laminatfußböden auch in
ökologischer Hinsicht hochwertige Bodenbeläge sind. Sie werden industriell unter
Einsatz moderner Anlagentechnik hergestellt und bestehen überwiegend aus Fasern des Naturstoffes Holz.
Auch die weiteren Bestandteile sind umweltverträglicher Natur. Laminatfußböden weisen viele vorteilhafte Gebrauchseigenschaften auf und erfüllen die Anforderungen des zeitgemäßen Gesundheits- und Umweltschutzes in vorbildlicher Weise.

Ihr floorlife Team